Buchhandlung Goltsteinstraße

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  • Unser Blog

An dieser Stelle werden wir Ihnen bald regelmäßig etwas erzählen...

...denn hier kommt bald unser BLOG - seien Sie jetzt schon gespannt! Und freuen Sie sich jetzt schon auf eine bunte Mischung aus vielen ernsthaften oder nachdenklich machenden Dingen und völligem Blödsinn, auf eine Mischung aus Schwerem und Leichtem, aber besonders auch (im Gedenken an den deutschen Dichter Christian Dietrich Grabbe) auf viel „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung”.

Es wird nicht immer nur um Literatur gehen, häufig auch um Musik, Filme oder auch Gesellschaft und Politik, immer aber um Dinge, die uns hier interessieren und irgendwie beschäftigen. Die uns kennenden Menschen ahnen oder wissen schon, dass wir bei den uns negativ auffallenden Themen kaum um einen bösen Spruch drum rumkommen oder auf die schlimmsten gesellschaftlichen Entwicklungen gerne mit völligem Nonsens antworten. Aber seien Sie versichert: Es steckt auch bei allem ggf. gewählten Nonsens immer ein Sinn und eine tiefere Bedeutung dahinter!

Wir haben hier viel zu erzählen und ein Quentchen davon werden wir bald am Bildschirm mit Ihnen teilen. Dafür laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und ab ca. Mitte August geht es hier los...

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News

01.08.2018

Über das Ein- und Ausschalten von Intelligenz...

Über das Ein- und Ausschalten von Intelligenz...

Dieser Tage waren wir bei guten Freunden zum Besuch eingeladen und die avisierte Liste der anderen Gäste ließ uns aufhorchen – ein bunter Mix von Menschen aus allen Lebensbereichen, darunter einige, die mir als sehr diskutierfreudig bekannt waren, aber auch viele unbekannte Namen. Herz, was willst Du mehr? – Diskutieren tue ich ja persönlich sehr gerne, und dies auch gerade mit Menschen, die mir noch nicht bekannt sind. So war also schnell beschlossen, dass wir dahin gehen.


Allerdings hatte die Geschichte einen kleinen Haken: Der Gastgeber kündigte im Vorfeld an, die Gespräche des Abends für sich privat aufzeichnen zu wollen – er ist ein wenig old-fashioned und sprach von Tonbandaufnahmen. Ein bisschen „scarry“ klang diese Geschichte schon, aber schließlich handelte es sich um einen guten Freund, der offensichtlich privat nochmal nachhören wollte, was da wohl an diesem Abend so lebhaft diskutiert würde.


OK – wir gingen hin und der Abend wurde sehr lebhaft. Wild wogten die Wellen der Diskussion hin und her, frei, offen und ehrlich stießen unterschiedliche Weltbilder aufeinander, die in diesem kleinen Rahmen auch vor gesellschaftlichen Tabus nicht Halt machten, die ausführlich besprochen wurden. Glücklich waren wir beim Abschied über die Zusage des Freundes, die im privaten Kreis mitgeschnittenen Meinungen, Gespräche und Scherze für sich zu behalten.


SO: Wer mich kennt, der oder die weiß, dass die oben beschriebene Geschichte natürlich frei erfunden und völliger Nonsens ist. Denn in keinem Fall würde ich freiwillig irgendwohin gehen, wo Gespräche aufgezeichnet werden – dies erst recht nicht im privaten Umfeld.


Nun ist es aber so, dass auch in unserem Freundschaftsumfeld schon die erste ALEXA Einzug gehalten hat. Sie wissen schon, dies sind die kleinen so hilfreichen Boxen von Amazon, die im digitalisierten Haushalt alle Wünsche verbal aufnehmen und erfüllen, angeblich ohne mitzuhören. Das ist mittlerweile doch ein wenig widerlegt und mit gesundem Menschenverstand kommt man auch selbst drauf, dass so eine Kiste zwangsläufig mithören muss, da sie sonst die entsprechenden Bitten oder Befehle ja gar nicht verstehen kann. Sagen wir es also mal so: Bei Menschen, denen man bislang eine gewisse Intelligenz zutraute, hält nun die künstliche Intelligenz ihren Einzug und ersetzt offensichtlich die erwähnte menschliche Intelligenz. Da mag jeder frei entscheiden, ob und welche Form von STASI-gleicher Überwachung er in sein persönliches Heim holen möchte - es gibt aber ein sehr großes ABER:   


Denn nun gut, unsere Freundin hatte es laut genug hinausgeplärrt, dass sie ja jetzt auch eine ALEXA habe, ich bin also vorgewarnt. Im Unterschied zum oben beschriebenen Freund mit seinem Tonbandmitschnitt wird sie mir wohl allerdings nicht versprechen oder garantieren können, dass in ihrer Wohnung meine Worte ausschließlich dort verbleiben, denn die Daten landen in der Cloud. Und was dort wo und wie damit gemacht wird, dass weiß kein Mensch. Fragen nach dem Einverständnis zum Zuhören oder was man davon hält, dies tut unsere Freundin übrigens auch nicht.


Was ich also für die Zukunft weiß, ist die Tatsache, dass ich freiwillig keinen Haushalt mehr besuchen werde, in dem ein solches vorgeblich unscheinbares Gerät herumsteht. Und vermutlich werde ich in Zukunft vor dem Besuch auch danach fragen müssen – Willkommen in der schönen neuen Welt…


 


Über das Ein- und Ausschalten von Intelligenz...
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