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Buchtipp von:
Katrin Bartsch
Katrin Bartsch


 Buchtipp - Borée - Frühling 45

Buchtipp von: Katrin Bartsch
 Buchtipp - Borée - Frühling 45

Frühling 45

von: Karl Friedrich Borée

Berlin in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945: Der Ich-Erzähler und seine Familie sind ausgebombt, aber durch einen glücklichen Zufall kommen sie in einer Villa am Stadtrand unter. Vor Ort finden sich noch eine Haushälterin und vor allen Dingen viele Vorräte. Und so nimmt man zusätzlich noch Fräulein Busch, die Sekretärin des Erzählers, mit auf.

Diese kleine Gruppe steht fortan im Fokus der Geschichte. Gemeinsam wartet man auf das Ende des Krieges und rückt zusammen, denn man ist auf ein friedliches Miteinander angewiesen. Hunger, Elend, Angst und Ungewissheit prägen den Alltag - der Einmarsch der Russen kann nicht mehr lange dauern.

Als Leser ist man direkt live dabei und kann sich sehr gut in den Kriegsalltag der Protagonisten hineinversetzen. Jeder Tag ist unkalkulierbar und das Warten auf das Ende des Krieges wird förmlich spürbar. Denn Borée beobachtet und analysiert seine Figuren sehr genau, erzählt deren Geschichte aber sehr unprätentiös.

Der Autor berichtet sehr lebendig vom Alltag ebenso wie zum Beispiel vom Widerstand im Kleinen. Und das Buch lebt besonders von seinen spritzigen Dialogen, bei denen man mehr als einmal schmunzeln muss. Da geht es um Privates, aber eben auch um Politisches, Philosophisches und... um die Zukunft.

Eher durch Zufall stolperte der Verleger Axel von Ernst über dieses Buch und beschloss, diesen lange vergessenen Roman wieder herauszubringen. Dazu kann man ihn nur beglückwünschen, denn er hat einen wahren Schatz gehoben - für mich eine der lesenswertesten Wiederentdeckungen der letzten Jahre!!!

Über den Knopf WEITERE INFORMATIONEN geht es gleich unten zur Leseprobe...

Und über YOUTUBE erzählt Axel von Ernst, wie es zu dieser Wiederentdeckung kam.

Lilienfeld Verlag   24.90 €