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Buchtipp von:
Ulrike Groffy
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Buchtipp - Schlink - Olga

Buchtipp von: Ulrike Groffy
Buchtipp - Schlink - Olga

Olga

von: Bernhard Schlink

Olga Rinke ist ein stilles, aber lernbegieriges Kind. Aufgewachsen in einem Dorf in Pommern am Ende des 19. Jahrhunderts, lieblos aufgezogen von der Großmutter. Als sie Herbert Schröder, einen Gutsbesitzersohn und dessen Schwester kennenlernt, beginnt allmählich eine große Liebe: Herbert ist ein unruhiger Geist, mit einer ausgeprägten Sehnsucht nach Weite, die er als Erwachsener in seinen Reisen in die Welt (Afrika, Brasilien, Sibirien) ausleben kann. Und immer wieder kehrt er zu Olga zurück, die inzwischen als Lehrerin arbeitet.

Als er nach einer Expedition 1913 in die Arktis, wo er die Nordostpassage finden will, nicht zurückkommt, schreibt Olga einen letzten Abschiedsbrief, nach vielen Briefen, die postlagernd unbeantwortet blieben. Diese wunderbaren, anrührenden Briefe findet der Leser erst am Schluss des Romans und erfährt so manch überraschenden Einblick in das Leben dieser starken Frau.

Bernhard Schlink beschreibt hier nicht nur ein besonderes Frauenschicksal, das sich bis in unsere Tage fortsetzt, sondern auch in der Figur von Herbert ein Stück vom deutschen Geist, alles „groß zu wollen”.

In einfachen klaren Sätzen kommt dieser Roman daher, dessen Dreiteilung einen Spannungsbogen bildet, dem man sich nicht entziehen kann. Ein Roman als Hommage an eine starke Frau! Und an die Melodie ihres Lebens.

Diogenes Verlag   24.00 €