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Ulrike Groffy
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Buchtipp Goltsteinstraße - Aramburu - Patria

Buchtipp von: Ulrike Groffy
Buchtipp Goltsteinstraße - Aramburu - Patria

Patria

von: Fernando Aramburu

In 100 Kapiteln auf 760 Seiten wird die Geschichte zweier Familien entfaltet, die der blutige Kampf der Untergrundorganisation ETA auseinandergebracht hat. Der Kampf um ein freies Baskenland ist im November 2011 zu Ende gegangen, und wenig wurde über die Opfer berichtet: dieser große und großartige Roman von Aramburu hat sich genau das zum Thema genommen.

Als Txato, Fabrikbesitzer nahe San Sebastián, bei einem Terroranschlag ermordet wird, glaubt seine Frau Bittori, die Attentäter in einer einst eng befreundeten Familie auszumachen: schließlich ist der Sohn ihrer Freundin Miren und deren Mann Joxian ein Sympathisant der ETA, und Mirens nationalistische Einstellung ist bekannt. Zwanzig Jahre später sitzt Bittori am Grab ihres Mannes und will endlich wissen, was damals geschah. Zwischen den beiden Familien sind unüberwindbare Gräben entstanden, durch Misstrauen, dem Gefühl des Verrats und Verletzungen. Eigentlich sind alle Opfer dieses furchtbaren Untergrundkrieges, ihrer Illusionen beraubt, auch ihrer Heimat, ihrer „Patria”. Eine Annäherung bringt erst die Bitte der gelähmten Tochter von Miren, die über ihren Vater den Kontakt zu Bittori aufnehmen möchte.

Es geht hier – wie übrigens auch in dem großen Epos von Ferrante – um Entzweiung, tiefe schier unüberwindliche Brüche zwischen Familien. Aramburu hat eine große Chronik der Verluste geschrieben, alle Beteiligten kommen zu Wort, und erst ganz allmählich wird das Verstehen möglich.

Ein ruhig und mit Bedacht erzähltes Buch von ungeheurer Wucht. Eine Chronik über erschütternde Verluste und das, was Heimat bedeuten kann...

Fernando Aramburu / Patria
Aus dem Spanischen übersetzt von Willi Zurbrüggen

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Rowohlt Verlag   25.00 €